Mit den Gaben der Natur

Die Heide ist steinreich und wir hatten Totholz im Überfluss. Knorrige Äste, schlanke Zweige, Baumstubben und moosbewachsene Rinde. Lesesteine und Findlinge, ausgediente Vogelnester und Kiefernzapfen. Alles war geeignet, den Wald in einen Garten zu verwandeln, der vertraut wurde, aber dennoch wild blieb. Wenn im Herbst der Wind die Beete mit Kiefernnadeln zudeckt, der Frühling das Kraut aus unterirdischen Wurzeln emportreibt, seltsame Pilze über Nacht die Wege überziehen, Maulwürfe ihre Haufen aufschütten, dann wissen wir: Hier können wir lange versuchen, den Ton anzugeben. Es herrschen andere Regeln und sich zurückzunehmen ist eine Tugend, die umtriebige Großstädter wie wir erst lernen mussten.

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