Auf der Stelle treten

In einem meiner früheren Leben habe ich mit Kindern gefilzt und da es ums Vergnügen und die Entfaltung von Kreativität, die Freude am handwerklichen Erfolg und das herzliche helfende Miteinander ging, stand die Ernsthaftigkeit der Kunst nicht im Vordergrund. So halte ich es auch heute, wenn ich mich gelegentlich aus dem Wollvorrat bediene, der noch aus früheren Zeiten im Schuppen liegt. Das Ergebnis muss nicht den Regeln des Filzhandwerks genügen, es reicht, dass es Spaß macht und unkompliziert ist. Nachdem ich daher seit einiger Zeit unsere Eichhörnchen dabei beobachte, dass sie maulvoll Wolle durch das nur angelehnte Fenster des Schuppens hinausschaffen, um ihre Kobel weich zu polstern, fand' ich es an der Zeit, wenigstens einen Teil davon noch selbst zu verwenden. bevor sie vollends in luftigen Kinderstuben verbaut wird. Und da Werner "dringend" eine weiche Unterlage für seinen Hocker braucht, machte ich mich an diesem sonnigen Sonntag ans Werk: Schüssel mit Wasser füllen, Seife darin auflösen, gezupfte Schafwolle hineinlegen und ... auf der Stelle treten. Nach einem halben Buch und sauberen Füßen ist das Werk vollendet.

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Kommentare: 1
  • #1

    Susanne (Montag, 28 Mai 2018 22:46)

    Auf der Stelle treten , und so ein schönes Ergebnis. Toll!!