Der Esel, der ich bin

Der Herbst unter Kiefern ist wie eine Geburt: Bis zum nächsten Mal vergisst man, wie weh es tut. Nur daran kann es liegen, dass ich nach jedem Sturm oder Stürmchen denke, nun hat es aber alle Nadeln heruntergeweht, es ist ausgestanden, ich kann saubermachen. Und dann fülle ich frohgemut Schubkarre um Schubkarre. Kaum aber, dass ich 'fertig' gedacht habe, geht es wieder von vorne los. Das Licht, das ich am Horizont sah, war die Möhre, die vor mir baumelt und mich in Bewegung hält. Als ginge es nur ums Dabeisein: Die Nadeln, die Karre und ich.         

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Nüket (Donnerstag, 25 Oktober 2018 13:41)

    Nein, 'du bist kein Esel' (muss man im Orient sagen, wenn sich jemand selbst bezichtigt) nur ein Opfer der SELBSTTÄUSCHUNG.
    Wie du schon schreibst, hätte es sonst die evolutionäre Entwicklung nicht gegeben. Sieh es einfach positiv - so hast du jeden Tag etwas zu tun.